Kleinkind

Erziehungsberatung: kostenlose Hilfe

Das Kind tobt, ihr streitet über Regeln, eine Trennung steht an – und du weißt nicht weiter? Erziehungsberatungsstellen helfen Eltern genau dann. Die Beratung ist in der Regel kostenlos, freiwillig und vertraulich. Du musst dafür nicht in einer Krise stecken.

Von Danny · Geprüft am 17.10.2026 · Quellen: Fachportal und Bundesbehörde · Orientierung, kein medizinischer Rat

  • Lesezeit 2 Minuten
  • Geprüft 17.10.2026
Schematische Darstellung: zwei Kreise mit einer Verbindungslinie
Illustration: Mamalotse

Wenn es akut ist

Hol dir sofort Hilfe, wenn:

  • du Angst hast, die Kontrolle zu verlieren;
  • dein Kind oder jemand anderes in Gefahr ist.

Bei akuter Gefahr: Polizei 110 oder Rettungsdienst 112. Anonym und kostenlos hilft das Elterntelefon, anonym und kostenlos unter 0800 111 0 550 (Montag, Mittwoch, Freitag 9 bis 17 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9 bis 19 Uhr). Rund um die Uhr erreichbar ist die TelefonSeelsorge rund um die Uhr, kostenlos und anonym unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123.

Schnell-Check: das Wesentliche

  1. Kostenlos, freiwillig, vertraulich – die Beraterinnen haben Schweigepflicht.
  2. Für alle Erziehungsfragen: Grenzen, Wut, Ängste, Entwicklung, Trennung.
  3. Über 1.000 Beratungsstellen in Deutschland, auch telefonisch und online.

Was Erziehungsberatung ist

Erziehungsberatung ist eine Leistung der Kinder- und Jugendhilfe nach § 28 SGB VIII. Sie unterstützt Eltern, Kinder und andere Bezugspersonen bei Erziehungsfragen, familiären Problemen, Krisen und bei Trennung. Beraten wird meist von Fachkräften aus Psychologie, Sozialpädagogik oder Psychotherapie.

Kostenlos und vertraulich

Die Beratung ist in der Regel gebührenfrei, freiwillig und vertraulich. Die Beraterinnen und Berater sind zur Verschwiegenheit verpflichtet – das endet nur bei akuter Gefahr für ein Kind oder eine andere Person.

Bei welchen Themen

  • Unsicherheit in der Erziehung: Grenzen, Regeln, Konflikte, Medien – siehe Grenzen setzen,
  • auffälliges Verhalten wie Aggression, Rückzug oder Ängste,
  • Fragen zur Entwicklung – Bewegung, Sprache, Sozialverhalten,
  • Belastungen in der Familie wie Krankheit, Sucht, Überforderung oder Gewalt,
  • Trennung, Umgang und Loyalitätskonflikte, siehe Trennung mit Kind und Umgangsrecht.

Wie es abläuft

Meist beginnt es mit einem Erstgespräch. Danach folgen Gespräche mit dir, mit deinem Kind oder der ganzen Familie – persönlich, telefonisch, online oder in Gruppen. Bei Bedarf vermittelt die Stelle weiter, etwa an das Jugendamt, eine Psychotherapie oder die Frühförderung.

So findest du eine Beratungsstelle

  • Die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) hat auf bke.de ein Verzeichnis mit über 1.000 Beratungsstellen, suchbar nach Ort oder Postleitzahl – und bietet auch Online-Beratung.
  • Das Jugendamt nennt dir Stellen in deiner Nähe.
  • Für Familien mit Kindern unter drei gibt es außerdem die Frühen Hilfen.

Wie du dein Kind im Alltag stärkst: Kinder stärken.

Wenn ein Schulkind morgens Bauchweh hat und nicht losgehen will, hilft Kind will nicht in die Schule.

Wenn dein Kind in der Schule ausgegrenzt oder geärgert wird, lies Mobbing in der Grundschule.

Wenn ein Kind über Wochen traurig und antriebslos ist, lies Depression bei Kindern.

Kostenlose Beratung bei Schulproblemen bietet die Schulpsychologie.

Wie du ein trauerndes Kind begleitest, steht in Wenn ein Kind trauert.

Wenn dein Kind kifft, lies Mein Kind kifft.

Was beim Thema Alkohol gilt, steht in Kind trinkt Alkohol.

Weiterlesen

Quellen

  1. betanet: Erziehungsberatung. Stand: 16.10.2026. Abgerufen am 17.10.2026. betanet.de
  2. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Stichwort Erziehung. Stand: 12.06.2026. Abgerufen am 17.10.2026. kindergesundheit-info.de
  3. TelefonSeelsorge Deutschland: Kontakt. Abgerufen am 16.10.2026. telefonseelsorge.de