Hintergrund
Unsere Quellen – und wo die Quellenlage fehlt
Jede gesundheitsbezogene Angabe auf dieser Seite stammt aus einer Leitlinie, von einer Bundesbehörde oder von einer Fachgesellschaft. Hier steht, welche das sind, in welcher Reihenfolge wir sie gewichten – und zu welchen Themen wir bewusst nichts geschrieben haben, weil es keine belastbare Grundlage gibt.
Die Quellen, mit denen wir arbeiten
Die Reihenfolge ist zugleich die Gewichtung: Wo sich Angaben unterscheiden, gilt die höher stehende Quelle. Wo sie sich widersprechen, nehmen wir die vorsichtigere Formulierung oder nennen beide.
Leitlinien der Fachgesellschaften
- AWMF – Register der medizinischen Leitlinien, mit Angabe von Gültigkeit und Überarbeitungsstand
- DGGG – Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
- DGKJ – Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin
Bundesbehörden und öffentliche Institute
- familienplanung.de – Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, vormals BZgA): Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett
- kindergesundheit-info.de – BZgA: Baby- und Kleinkindgesundheit
- Netzwerk Gesund ins Leben – im Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Säuglingsernährung, Stillen, Beikost
- BfR – Bundesinstitut für Risikobewertung: Lebensmittelsicherheit, Nationale Stillkommission
- G-BA – Gemeinsamer Bundesausschuss: Mutterschafts-Richtlinien, U-Untersuchungen
- gesundheitsinformation.de – IQWiG
- RKI und STIKO – Impfempfehlungen, die wir ausschließlich wiedergeben
Fachverbände und Recht
- BVKJ – Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte
- Deutscher Hebammenverband
- gesetze-im-internet.de und familienportal.de – Mutterschutz, Elterngeld, Elternzeit
- 116117.de – Kassenärztliche Bundesvereinigung, ärztlicher Bereitschaftsdienst
Was wir nicht als Quelle verwenden
Foren, Elternblogs, Hersteller-Ratgeber, Krankenkassen-Magazine ohne Literaturangabe, Wikipedia und KI-generierte Texte. Auch nicht das, was ein Sprachmodell zu wissen glaubt: Jede Angabe wird zum Zeitpunkt des Schreibens gegen die Originalquelle geprüft und mit Abrufdatum dokumentiert.
Wo die Quellenlage fehlt
Zu den folgenden Themen wird viel gesucht, und fast jedes Elternportal hat einen Artikel dazu. Wir haben keinen – weil wir bei der Recherche keine Behörde, keine Leitlinie und keine Fachgesellschaft gefunden haben, auf die sich die üblichen Aussagen stützen ließen. Was es gibt, sind Herstellerangaben, ausländische Empfehlungen ohne deutsche Entsprechung oder Beratungsanbieter in eigener Sache.
Diese Liste steht hier aus zwei Gründen: Sie hält uns davon ab, es später doch zu schreiben, weil das Suchvolumen lockt. Und sie zeigt dir, wo du bei anderen Anbietern genauer hinsehen solltest.
- Kindsbewegungen / „Baby bewegt sich weniger" – Hohe Priorität, aber weiterhin keine deutschsprachige Primärquelle mit klaren Zählkriterien gefunden. Erst schreiben, wenn eine Leitlinie oder Behördenquelle belastbare Warnzeichen nennt.
- Folsäure – Nur als Wiedergabe der offiziellen Empfehlung, ohne Mengenangaben aus zweiter Hand. Braucht eigene Quellenprüfung.
- Babyschale und Kindersitz – Höchste Priorität im Ausstattungs-Cluster, aber zu i-Size und ECE R129 fanden sich nur Herstellerseiten, Autoclubs aus dem Ausland und Händlerblogs. Der Gesetzestext (§ 21 Abs. 1a StVO) ist geprüft und wird bereits zitiert; für die Normdetails braucht es eine belastbare Quelle.
- Tragehilfe: welche passt? – Zur Anhock-Spreiz-Haltung und zur Hüftentwicklung keine deutsche Leitlinien- oder Behördenquelle gefunden. Ohne die keine Aussagen zu Trageweise und Hüfte.
- Kindergeld beantragen – Zur Familienkasse fand sich keine belastbare Primärquelle in der Recherche; Beträge ändern sich zudem regelmäßig. Erst schreiben, wenn die Angaben direkt bei der Bundesagentur für Arbeit geprüft sind.
- Kita-Eingewöhnung – Keine Behörden- oder Fachgesellschaftsquelle gefunden; die verbreiteten Modelle stammen von Trägern und Beratungsanbietern. Erst schreiben, wenn eine belastbare Quelle vorliegt.
- Windelausschlag / wunder Po – Nur Hersteller- und Apothekenportale gefunden. Die BZgA behandelt das Thema, der Text muss noch direkt geprüft werden.
- Baby Blähungen – Überschneidet sich stark mit „baby schreit viel"; die Behördenquelle ordnet Verdauung ausdrücklich als seltene Ursache ein. Nur schreiben, wenn eigenständige Nachfrage belegt ist.
- Müdigkeit und Schlafstörungen in der Schwangerschaft – Die Behördenseiten existieren, ihr Text war in der Recherche aber nicht zugänglich. Erst schreiben, wenn er direkt geprüft ist.
- Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft – Dasselbe: Behördenseite vorhanden, Inhalt nicht geprüft. Zu Magnesium ohne Quelle keine Aussage.
- Schlaftraining und Methodenbewertung – Keine belastbare deutsche Quelle zur Methodenwirkung gefunden. Zur Schlafdauer in den ersten Wochen liegt inzwischen eine Behördenquelle vor, siehe „wie viel schlaeft ein neugeborenes".
- Erkältung in der Schwangerschaft – Zu Selbstbehandlung und Hausmitteln fand sich keine Behörden- oder Fachgesellschaftsquelle. Alle verfügbaren Texte (Krankenkassen-Magazine, Apothekenportale, Hebammenblogs) nennen konkrete Wirkstoffe und Dosierungen – das ist nach unseren Regeln ausgeschlossen. Ohne Primärquelle bleibt vom Thema zu wenig übrig. Erneut prüfen, sobald BIÖG oder eine Fachgesellschaft dazu etwas veröffentlicht.
- Vitamin D beim Säugling – Die Behördenseite existiert, ihr Text war in der Recherche nicht zugänglich. Ohne geprüfte Quelle keine Aussage zu Gabe und Dauer.
Wenn du eine belastbare deutsche Quelle zu einem dieser Themen kennst – eine Leitlinie, eine Behördenveröffentlichung, eine Stellungnahme einer Fachgesellschaft –, schreib uns über die Adresse im Impressum. Wir prüfen sie und schreiben den Artikel dann.
Wie oft wir nachprüfen
Alle geprüften Angaben stehen mit Abrufdatum in einer internen Quellenliste. Rechtsthemen wie Mutterschutz und Elterngeld sowie Artikel mit Grenzwerten stehen quartalsweise zur Wiedervorlage. Ändert sich eine Empfehlung, ändern wir den Artikel und aktualisieren das Prüfdatum in der Meta-Zeile.
Wie wir arbeiten, was wir nicht tun und womit die Seite Geld verdient, steht in den Redaktionsrichtlinien. Was sich für die eigene Beratungsarbeit ausdrucken und weitergeben lässt, steht unter Material zum Weitergeben.