Organisation

Frühe Hilfen: kostenlose Unterstützung

Ein Baby verändert alles – und manchmal kommen Sorgen dazu: Geld, Wohnung, Krankheit, fehlende Familie. Frühe Hilfen unterstützen werdende Eltern und Familien mit Kindern bis drei Jahre. Freiwillig, kostenlos und vertraulich.

Von Danny · Geprüft am 17.10.2026 · Quellen: Bundesbehörde · Orientierung, kein medizinischer Rat

  • Lesezeit 2 Minuten
  • Geprüft 17.10.2026
Schematische Darstellung: zwei Kreise mit einer Verbindungslinie
Illustration: Mamalotse

Wenn es gerade akut ist

Du musst nicht warten, bis es „schlimm genug“ ist. Melde dich, wenn du:

  • dich mit deinem Baby überfordert oder allein fühlst;
  • Angst hast, die Kontrolle zu verlieren;
  • in einer Krise steckst und nicht weißt, wohin.

Hilfe vermittelt das Elterntelefon, anonym und kostenlos unter 0800 111 0 550 (Montag, Mittwoch, Freitag 9 bis 17 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9 bis 19 Uhr). Rund um die Uhr erreichbar ist die TelefonSeelsorge rund um die Uhr, kostenlos und anonym unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123. Bei Gefahr für dich oder dein Kind: 110 oder 112.

Schnell-Check: das Wesentliche

  1. Für wen: werdende Eltern und Familien mit Kindern bis drei Jahre, die Unterstützung möchten.
  2. Freiwillig, kostenlos und vertraulich.
  3. Elterntelefon: 0800 111 0 550 vermittelt Frühe Hilfen vor Ort.

Was Frühe Hilfen sind

Frühe Hilfen bieten praktische Hilfe, Beratung, Vermittlung und Begleitung in deiner Nähe. Sie richten sich an werdende Eltern und an Mütter und Väter von Kindern bis drei Jahre. Die Angebote sind freiwillig, kostenlos und vertraulich.

Für wen sie gedacht sind

Grundsätzlich für alle, die Unterstützung wünschen. Besonders oft helfen sie, wenn:

  • du sehr jung Mutter wirst oder wenig Unterstützung von Familie und Freunden hast,
  • die Schwangerschaft ungeplant war, siehe Allein schwanger,
  • dein Kind besonders viel braucht – nach einer Frühgeburt oder bei Schrei-, Schlaf- oder Fütterproblemen,
  • Geldsorgen, Wohnungsprobleme oder Beziehungskonflikte dazukommen,
  • psychische Erkrankung, Sucht oder Gewalt die Familie belasten,
  • Sprachbarrieren bestehen oder ihr nach Deutschland geflüchtet seid,
  • du Zwillinge oder Mehrlinge erwartest oder ihr eine Pflege- oder Adoptivfamilie seid.

Was angeboten wird

  • Begleitung durch eine Familienhebamme oder Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin,
  • Eltern-Kind-Treffs,
  • Familien- und Erziehungsberatung, offene Sprechstunden,
  • Beratung zu Geburt, Ernährung, Pflege und Betreuung des Babys,
  • Hilfe bei Behörden-, Rechts- und Geldfragen,
  • Unterstützung im Alltag und Vermittlung von Kursen.

So findest du Frühe Hilfen

  • Frag deine Hebamme, das Klinikpersonal oder die Kinderarztpraxis.
  • Das Jugendamt oder Gesundheitsamt hilft weiter.
  • Manche Städte machen Willkommensbesuche oder haben Lotsendienste.
  • Online sucht die Seite elternsein.info nach Angeboten in deiner Nähe.
  • Das Elterntelefon vermittelt Kontakte vor Ort.

Weitere Hilfe

Für Schreibabys gibt es spezielle Schreiambulanzen, siehe Baby schreit viel. Für Erziehungsfragen: Erziehungsberatung. Finanzielle Hilfen für Alleinerziehende stehen in Leistungen für Alleinerziehende.

Bundesweite Hilfenummern für Eltern als Faltkarte zum Ausdrucken: Hilfenummern für Eltern.

Weiterlesen

Quellen

  1. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Frühe Hilfen für Eltern. Stand: 20.05.2026. Abgerufen am 17.10.2026. kindergesundheit-info.de
  2. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Vater, Mutter, Eltern sein. Stand: 17.05.2026. Abgerufen am 17.10.2026. kindergesundheit-info.de
  3. TelefonSeelsorge Deutschland: Kontakt. Abgerufen am 16.10.2026. telefonseelsorge.de