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Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei: Rezept

Der erste Brei ist meist ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Er liefert vor allem Eisen, das dein Baby jetzt braucht. Selbst gekocht ist er schnell gemacht – hier ist das Grundrezept, wie es das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit empfiehlt, mit Varianten.

Von Danny · Geprüft am 16.10.2026 · Quellen: Bundesbehörde und Netzwerk · Orientierung, kein medizinischer Rat

  • Lesezeit 3 Minuten
  • Geprüft 16.10.2026
Schematische Darstellung: ein Löffel über einer Schale
Illustration: Mamalotse

Wann du ärztlichen Rat holst

Sprich zeitnah mit deiner Kinderarztpraxis, wenn dein Baby nach einem neuen Lebensmittel:

  • Ausschlag, Quaddeln oder Schwellungen im Gesicht bekommt;
  • wiederholt erbricht oder starken Durchfall hat;
  • dauerhaft schlecht isst, würgt oder nicht zunimmt.

Ruf sofort die 112, wenn dein Baby:

  • Atemnot bekommt, die Lippen anschwellen oder es schlapp und blass wird;
  • sich verschluckt hat und nicht mehr richtig atmen, husten oder schreien kann.

Außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117.

Schnell-Check: das Wesentliche

  1. Wann: frühestens ab Beginn des 5., spätestens ab Beginn des 7. Monats – als erster Brei.
  2. Grundrezept: 100 g Gemüse, 50 g Kartoffeln, 30 g Fleisch, 1,5 EL Obstsaft, 1 EL Rapsöl.
  3. Ohne Salz und Zucker kochen. Ein- bis zweimal pro Woche Fisch statt Fleisch.

Warum dieser Brei zuerst kommt

Nach den ersten Monaten mit Milch sind die Eisenspeicher deines Babys weitgehend aufgebraucht. Fleisch enthält Eisen, das der Körper besonders gut aufnehmen kann. Deshalb empfiehlt das Netzwerk Gesund ins Leben den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei als ersten Brei. Wann dein Baby bereit für Beikost ist, steht in Beikost starten.

Das Grundrezept

Für eine Mahlzeit brauchst du:

  • 100 g Gemüse, zum Beispiel Karotte, Kürbis, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Pastinake oder Zucchini,
  • 50 g Kartoffeln – oder Nudeln, Reis oder Getreide,
  • 30 g Fleisch, zum Beispiel Lamm, Rind, Schwein oder Geflügel,
  • 1,5 EL Obstsaft – oder etwas Obstmus als Nachtisch,
  • 1 EL Rapsöl.

So geht's: Gemüse putzen, Kartoffeln schälen, beides klein schneiden. Mit dem sehr fein geschnittenen Fleisch in wenig Wasser weich garen. Den Saft dazugeben und alles pürieren. Zum Schluss das Öl unterrühren. Salz und Zucker lässt du weg.

Schritt für Schritt einführen

Du musst nicht gleich mit der ganzen Portion anfangen. Beginne mit Gemüse und steigere die Menge langsam auf 100 Gramm. Nach etwa einer Woche Gewöhnung kommen Kartoffeln und Öl dazu, danach Fleisch und Saft. Der Brei ersetzt nach und nach eine Milchmahlzeit. Wie viel dein Baby isst, bestimmt es selbst – achte auf seine Hunger- und Sättigungszeichen, siehe Wie viel trinkt ein Baby?.

Mit Fisch

Ein- bis zweimal pro Woche kannst du das Fleisch durch grätenfreien, fettreichen Fisch wie Lachs oder Makrele ersetzen. Er liefert wertvolle Fettsäuren und Jod. Große Raubfische wie Thunfisch oder Schwertfisch meidest du wegen möglicher Schadstoffe.

Vegetarisch

Isst dein Baby kein Fleisch, nimm einen Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei:

  • 100 g Gemüse, 50 g Kartoffeln, 2 bis 3 EL Wasser,
  • 10 g Haferflocken,
  • 3,5 EL Vitamin-C-reicher Saft, zum Beispiel Orangensaft,
  • 1 EL Rapsöl.

Das Vitamin C hilft, das Eisen aus dem Getreide besser aufzunehmen. Gib keine Milch in diesen Brei – sie verschlechtert die Eisenaufnahme. Achte bei vegetarischer Beikost besonders auf die Eisenversorgung und sprich das bei der nächsten U-Untersuchung an. Von einer rein veganen Ernährung im ersten Lebensjahr wird abgeraten.

Vorkochen und Einfrieren

Du kannst den Brei portionsweise vorkochen. Friere ihn direkt nach dem Abkühlen ein. Bei minus 18 Grad hält er sich bis zu zwei Monate. Halte Geräte und Gefäße sauber. Gläschen sind ebenfalls eine gute Wahl – nimm Produkte ohne zugesetzten Zucker und ohne Salz.

Jod

Bekommt dein Baby ausschließlich selbst gekochte Breie, sprich mit der Kinderarztpraxis über die Jodversorgung – fertige Getreidebreie sind teils mit Jod angereichert, das steht dann auf der Packung.

Wie es weitergeht

Etwa einen Monat nach dem ersten Brei kommt ein zweiter dazu: der Milch-Getreide-Brei. Wieder einen Monat später folgt der Getreide-Obst-Brei. Gegen Ende des ersten Jahres isst dein Kind nach und nach mit am Familientisch, siehe Fingerfood und Familienkost. Zum Thema Allergien siehe Allergien vorbeugen.

Weiterlesen

Quellen

  1. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Rezepte für Säuglingsbreie. Stand: Juni 2024. Abgerufen am 16.10.2026. kindergesundheit-info.de
  2. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Beikost-Einführung. Abgerufen am 16.10.2026. kindergesundheit-info.de
  3. Netzwerk Gesund ins Leben (BZfE): Handlungsempfehlungen – Abfolge und Auswahl der Beikost. Stand: 19.08.2016, teilaktualisiert 2024. Abgerufen am 16.10.2026. gesund-ins-leben.de
  4. Kassenärztliche Bundesvereinigung: Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 und Abgrenzung zum Rettungsdienst 112. Abgerufen am 16.10.2026. 116117.de