Baby

Baby wickeln: Schritt für Schritt

Sechs- bis achtmal am Tag eine nasse Windel – Wickeln gehört zu den häufigsten Handgriffen im ersten Jahr. Es ist aber mehr als Pflicht: Beim Wickeln kannst du dein Baby streicheln, mit ihm reden und es strampeln lassen. Nimm dir die Zeit.

Von Danny · Geprüft am 17.10.2026 · Quellen: Bundesbehörde · Orientierung, kein medizinischer Rat

  • Lesezeit 3 Minuten
  • Geprüft 17.10.2026
Schematische Darstellung: eine Windel von vorn
Illustration: Mamalotse

Wann du ärztlichen Rat holst

Ruf in der Kinderarztpraxis an, wenn dein Baby:

  • deutlich weniger nasse Windeln hat als sonst, trockene Lippen hat oder schlapp wirkt;
  • Blut im Stuhl oder in der Windel hat;
  • als gestilltes Baby weißen Stuhl hat;

Ist dein Baby vom Wickeltisch gefallen, siehe Stürze vermeiden. Außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117.

Schnell-Check: das Wesentliche

  1. Immer eine Hand am Kind – Stürze vom Wickeltisch gehören zu den häufigsten Unfällen bei Babys.
  2. Oft wechseln, vor allem gleich nach dem Stuhlgang – das schützt vor wundem Po.
  3. Anfangs normal: etwa sechs- bis achtmal nasse Windeln am Tag.

Bevor du anfängst

Leg alles griffbereit, was du brauchst: frische Windel, Waschlappen, warmes Wasser, frische Kleidung. Pflegesachen bewahrst du außerhalb der Reichweite deines Babys auf. Wie der Wickelplatz sicher wird, steht in Wickelplatz sicher einrichten.

Der richtige Griff

  • Fass dein Baby fest und sicher an.
  • Als Rechtshänderin hebst du mit der linken Hand den rechten Oberschenkel deines Babys leicht an, sodass der Po frei wird. Das andere Bein liegt auf deinem Unterarm. Mit der rechten Hand säuberst du. Mit links umgekehrt.
  • Krümme die Wirbelsäule nicht stark und knick den Nacken nicht ein.
  • Alternative: Dreh dein Baby auf Hüfthöhe zur Seite, leg die Windel daneben und dreh es zurück. Das engt den Bauch nicht ein – besonders angenehm für Babys mit Bauchweh.

Sauber machen

Klares, handwarmes Wasser reicht. Danach sanft trocken tupfen, auch in den Hautfalten. Mädchen von vorn nach hinten reinigen. Bei Jungen die Vorhaut nicht zurückziehen, siehe Vorhaut beim Baby. Mehr in Körperpflege beim Baby.

Wie oft

So oft wie möglich und gleich nach dem Stuhlgang. Am Anfang heißt das etwa dreimal am Tag eine volle und sechs- bis achtmal eine nasse Windel. Junge Babys machen oft während der Mahlzeit in die Windel – deshalb wird meist nach dem Trinken gewickelt, es sei denn, die Windel ist schon sehr voll. Was in der Windel normal ist: Stuhlgang beim Baby.

Einmal- oder Stoffwindel

  • Einmalwindeln halten den Urin im Saugkörper, die Haut bleibt trockener. Die richtige Größe ist wichtig, damit nichts einengt.
  • Stoffwindeln: Du brauchst etwa 20 Stück mit Verschluss und Einlagen plus eine luftdurchlässige Überhose. Waschen bei 95 Grad reicht, Desinfektionsmittel ist nicht nötig. Das Wickeln lässt du dir am besten von der Hebamme zeigen.

Wunder Po

Aus Urin und Stuhl entsteht Ammoniak, das die Haut reizt. Oft wechseln, die Haut trocken halten und dein Baby möglichst oft ohne Windel strampeln lassen – das beugt vor. Was hilft, wenn es schon wund ist: Wunder Po.

Unterwegs

Fast jeder Platz eignet sich, etwa eine Bank oder ein Tisch – auch dort: eine Hand am Baby. Eine gepackte Wickeltasche gehört immer dazu. Die Grundausstattung steht in Erstausstattung.

Weiterlesen

Quellen

  1. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Das Baby richtig wickeln. Stand: 12.06.2026. Abgerufen am 17.10.2026. kindergesundheit-info.de
  2. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Körperpflege des Babys. Stand: 27.05.2026. Abgerufen am 17.10.2026. kindergesundheit-info.de
  3. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Arztbesuch zwingend. Stand: 07.02.2026. Abgerufen am 17.10.2026. kindergesundheit-info.de