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Wunder Po beim Baby: was hilft?

Ein wunder Po entsteht fast immer dort, wo Feuchtigkeit zu lange auf der Haut bleibt. Deshalb helfen die wirksamsten Maßnahmen sofort – und kosten nichts.

Von Danny · Geprüft am 14.10.2026 · Quellen: Behörde · Orientierung, kein medizinischer Rat

  • Lesezeit 4 Minuten
  • Geprüft 14.10.2026
Schematische Darstellung: eine Windel von vorn
Illustration: Mamalotse

Wann du in die Praxis gehst

Lass es kinderärztlich ansehen, wenn:

  • die Entzündung stark ist oder lange anhält;
  • es nässende Pusteln oder schuppige Stellen gibt – das spricht für eine Pilzinfektion;
  • sich der Ausschlag über den Windelbereich hinaus ausbreitet;
  • dein Baby jünger als drei Monate ist und 38 Grad Celsius oder mehr hat.

Ruf in deiner kinderärztlichen Praxis an; außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117. Bei einem schlaffen, kaum ansprechbaren Kind sofort 112. Im Zweifel anrufen – lieber einmal zu viel.

Schnell-Check: das Wesentliche

  1. Häufiger wickeln, besonders direkt nach dem Stuhlgang.
  2. Gründlich abtrocknen, vor allem in den Hautfalten.
  3. Luft an die Haut lassen, so oft es im Alltag geht.

Woran du es erkennst

Am Anfang steht eine flächige Rötung im Pobereich, die sich auf die ganze Windelregion ausdehnen kann. Dazu kommen Schmerzen und Juckreiz. Schuppige Hautstellen oder nässende Pusteln deuten meist auf eine Pilzinfektion hin. Ein weiteres Zeichen: Die Windel riecht nach Ammoniak.

Warum es entsteht

Die Hauptursache ist schlicht, dass die Windel nicht oft genug gewechselt wird. Die Haut wird dadurch wund, und Bakterien oder Pilze können leichter eindringen und eine Entzündung oder eine Pilzinfektion auslösen.

Das ist kein Vorwurf. In den Wochen, in denen alle zwei Stunden gestillt wird und niemand durchschläft, rutscht ein Wickelgang nach hinten – und bei dünnem Stuhl reicht das manchmal schon.

Was sofort hilft

  • Bei den ersten Anzeichen häufiger wickeln, besonders direkt nach dem Stuhlgang.
  • Den Windelbereich gründlich abtrocknen, vor allem die Hautfalten.
  • So viel Luft wie möglich an die Haut lassen – eine Weile ohne Windel auf einem Handtuch strampeln lassen.
  • Luftdurchlässige Einmalwindeln verwenden.

Dass der Wickelplatz dabei sicher und griffbereit ist, macht den Unterschied zwischen „mache ich gleich“ und „mache ich jetzt“. Was dort hingehört, steht in Wickelplatz sicher einrichten.

Was die Behördenquelle als hilfreich nennt

Genannt werden Kamillenbäder zur Beruhigung der Haut, dünn aufgetragene zinkhaltige Hautcremes, die Feuchtigkeit fernhalten, und einige Tropfen Muttermilch auf den wunden Stellen.

Mehr dazu steht dort nicht, und mehr steht deshalb auch hier nicht. Produkte, Marken oder Mengen findest du bei uns nicht.

Was du weglassen solltest

Zur Reinigung kein Öl verwenden: Es brennt auf wunder Haut und begünstigt das Wachstum von Pilzen. Auch sonst gilt der Grundsatz der Quelle, keine Salben oder Mittel einzusetzen, wenn Ursache und Wirkung unklar sind.

Wenn es Windelsoor ist

Windelsoor ist die Bezeichnung für eine Pilzinfektion im Windelbereich. Sie erkennt man eher an nässenden Pusteln und schuppigen Rändern als an einer gleichmäßigen Rötung. Behandelt wird sie gezielt – das gehört in die kinderärztliche Praxis und nicht in Eigenregie.

Was sonst noch auf der Haut passiert

Nicht jede Hautstelle beim Baby ist ein Windelproblem. Was es mit den gelblichen Schuppen auf dem Kopf auf sich hat, steht in Milchschorf und Kopfgneis. Zur Pflege des Nabels in den ersten Wochen hilft Nabelpflege beim Neugeborenen.

Ein Hinweis, der leicht untergeht: Eine Entzündung im Windelbereich ist nach der Behördenquelle auch ein Grund, die Verdauung anzusehen. Wenn der Stuhl auffällig ist, lohnt Verstopfung beim Baby.

Wenn die Haut auch an anderen Stellen immer wieder gereizt ist, lohnt ein Blick auf Neurodermitis beim Baby und Kleinkind.

Wenn du unsicher bist

Deine Hebamme sieht sich das im Wochenbett ohnehin an, und die kinderärztliche Praxis klärt in wenigen Minuten, ob ein Pilz im Spiel ist. Außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117.

Hat dein Baby zugleich weiße Beläge im Mund, kann ein Mundsoor dahinterstecken, siehe Mundsoor beim Baby.

Juckt es nachts am Po, können auch Würmer dahinterstecken, siehe Madenwürmer beim Kind.

Wie du bei Jungen die Vorhaut pflegst, steht in Die Vorhaut beim Baby.

Wie du richtig wickelst und den Po pflegst: Baby wickeln und Körperpflege beim Baby.

Weiterlesen

Quellen

  1. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Milchschorf, Kopfgneis und Windelausschlag – was tun bei Hautproblemen? Stand: 20.05.2026. Abgerufen am 14.10.2026. kindergesundheit-info.de
  2. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Verdauung des Babys. Stand: 30.11.2025. Abgerufen am 14.10.2026. kindergesundheit-info.de
  3. Kassenärztliche Bundesvereinigung: Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 und Abgrenzung zum Rettungsdienst 112. Abgerufen am 14.10.2026. 116117.de