Kleinkind
Sicher bei Oma und Opa: Checkliste
Bei Oma und Opa ist es schön – aber deren Wohnung ist meist nicht auf kleine Kinder eingestellt. Tabletten auf dem Nachttisch, eine steile Treppe, Putzmittel unter der Spüle. Ein gemeinsamer Sicherheitsrundgang schafft schnell Abhilfe.
- Lesezeit 2 Minuten
- Geprüft 16.10.2026
Wenn doch etwas passiert
Ruf sofort die 112, wenn dein Kind:
- bewusstlos ist, nicht normal atmet oder einen Krampfanfall hat;
- sich großflächig verbrüht oder verbrannt hat oder stark blutet;
- aus der Höhe gestürzt ist oder danach erbricht, ungewöhnlich schläfrig ist;
- etwas Giftiges geschluckt hat und Beschwerden zeigt.
Bei Verdacht auf eine Vergiftung ohne Beschwerden hilft der Giftnotruf, siehe Vergiftung beim Kind. Was du bei Verbrühungen sofort tust, steht in Verbrühungen. Alle Notrufnummern: Notfall beim Kind.
Schnell-Check: das Wesentliche
- Sicherheitsrundgang gemeinsam durch die Wohnung – vieles lässt sich provisorisch lösen.
- Medikamente, Reiniger, Zigaretten und Alkohol außer Reichweite.
- Notfallnummern aufschreiben: Eltern, Kinderarztpraxis, Giftnotruf.
Der Sicherheitsrundgang
Geht die Wohnung gemeinsam durch und sucht nach Gefahren. Viele lassen sich provisorisch beheben – Medikamente wegschließen zum Beispiel. Wo das nicht geht, braucht es mehr Aufsicht. In einer fremden Umgebung sollte die Aufsicht durchgehend sein – je jünger das Kind, desto enger.
Die Checkliste
- Aufsicht: Das Kind in fremder Umgebung nie unbeaufsichtigt lassen.
- Gifte: Medikamente, Putz- und Waschmittel, Zigaretten und Alkohol außer Reichweite.
- Geräte: Wasserkocher, Kaffeemaschine, Föhn und Rasierer wegstellen.
- Spitzes: Messer, Scheren und Werkzeug nicht herumliegen lassen.
- Wege: schwere Vasen, Glastische, Kabel und Kleinteile wegräumen.
- Zimmerpflanzen: giftige außer Reichweite stellen.
- Garten: auf giftige Pflanzen hinweisen und das Kind fernhalten, siehe Garten kindersicher.
- Steckdosen sichern.
- Treppen, Fenster, Balkon: das Kind von ungesicherten Stellen fernhalten.
- Wasser: nie allein an Teich oder Regentonne.
- Schlafen: Übernachtet das Baby, die Großeltern über sicheres Schlafen informieren, siehe Sicherer Babyschlaf.
- Auto: immer einen passenden Kindersitz verwenden, siehe Kindersitz.
- Notfall: eine Nummer, unter der die Eltern erreichbar sind, und die der Kinderarztpraxis aufschreiben – ergänzt um den Giftnotruf, siehe Notfall beim Kind.
Auch für Babysitter
Die Liste passt genauso für Freunde, Babysitter oder die Tagesmutter. Erzähle allen, die auf dein Baby aufpassen, dass Babys niemals geschüttelt werden dürfen, siehe Schütteltrauma. Weitere Gefahren zu Hause: Unfälle im Kleinkindalter vermeiden.
Ein Blatt zum Ausdrucken für Oma und Opa, mit Gründen: Für Großeltern: Was heute für Babys empfohlen wird.
Ab wann Kinder kurz allein bleiben können, steht in Kind allein zu Hause.
Wie ein Reisebett sicher aufgebaut wird, steht in Reisebett fürs Baby.
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Quellen
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Sicherheit bei Großeltern und Co.. Stand: 17.07.2024. Abgerufen am 16.10.2026. kindergesundheit-info.de
- Kassenärztliche Bundesvereinigung: Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 und Abgrenzung zum Rettungsdienst 112. Abgerufen am 16.10.2026. 116117.de