Wochenbett
Periode nach der Geburt: wann sie kommt
Nach der Geburt bleibt die Periode erst einmal aus. Wann sie wiederkommt, hängt vor allem davon ab, ob und wie viel du stillst. Wichtig zu wissen: Du kannst wieder schwanger werden, bevor die erste Blutung einsetzt.
- Lesezeit 3 Minuten
- Geprüft 16.10.2026
Wann du die Blutung abklären lässt
Melde dich in der Frauenarztpraxis, wenn du:
- sehr stark blutest oder große Klumpen verlierst;
- Fieber oder starke Unterbauchschmerzen bekommst;
- eine Blutung hast, die übel riecht;
- wochenlang immer wieder Zwischenblutungen hast.
Bei sehr starker Blutung mit Schwindel 112. Außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117.
Schnell-Check: das Wesentliche
- Ohne Stillen oder bei Teilstillen kommt die Periode meist in den ersten drei Monaten zurück, manchmal schon nach vier Wochen.
- Bei vollem Stillen dauert es meist deutlich länger.
- Schwanger werden geht schon vorher: Der erste Eisprung kann vor der ersten Blutung stattfinden.
Warum die Periode ausbleibt
In der Schwangerschaft sind die Hormone, die Eisprung und Periode auslösen, unterdrückt. Nach der Geburt braucht der Körper Zeit, sich umzustellen. Beim Stillen bildet der Körper außerdem viel Prolaktin – das Hormon, das die Milchbildung anregt. Prolaktin hemmt den Eisprung.
Wenn du nicht oder nur teilweise stillst
Dann kommt die Periode meist in den ersten drei Monaten nach der Geburt zurück. Manchmal setzt sie schon etwa vier Wochen nach der Geburt ein.
Wenn du voll stillst
Voll stillen heißt: rund um die Uhr nach Bedarf, ohne zuzufüttern. Dann dauert es in der Regel deutlich länger. Ein Beispiel von familienplanung.de: Nach acht Wochen vollem Stillen kehrt die Periode etwa in der 15. Woche nach der Geburt zurück. Genau vorhersagen lässt sich das nicht. Je häufiger du stillst, desto höher bleibt der Prolaktinspiegel. Mit der Zeit sinken Prolaktin und andere Hormonspiegel, und die Periode kommt wieder.
Wochenfluss oder Periode?
Die Blutung in den ersten Wochen nach der Geburt ist keine Periode, sondern der Wochenfluss. Er hält etwa sechs Wochen an und wird von blutig über bräunlich zu gelblich-weiß, siehe Wochenfluss. Wird er wieder stärker oder blutig, nachdem er schon heller war, sprich deine Hebamme oder Ärztin an.
Verhütung: nicht auf die Periode warten
Die erste Periode bedeutet nicht immer, dass schon ein Eisprung stattgefunden hat. Umgekehrt kann der erste Eisprung aber vor der ersten Blutung kommen – du kannst also schwanger werden, ohne vorher eine Periode gehabt zu haben.
- Stillst du nicht oder nur teilweise und hast Sex, solltest du etwa drei Wochen nach der Geburt wieder verhüten.
- Stillst du voll, kann der Schutz unter bestimmten Bedingungen eine Zeit lang ausreichen. Mit der Zeit steigt die Chance, schwanger zu werden.
Welche Methoden infrage kommen, steht in Verhütung nach der Geburt. Wann Sex wieder möglich ist, steht in Sex nach der Geburt.
Wann du nachfragst
Sprich deine Frauenarztpraxis an, wenn dich die Blutung beunruhigt oder die Periode nach dem Abstillen lange ausbleibt. Mehr zur hormonellen Umstellung steht in Hormonumstellung nach der Geburt.
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Quellen
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), familienplanung.de: Menstruation (Monatsblutung). Stand: 13.06.2025. Abgerufen am 16.10.2026. familienplanung.de
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), familienplanung.de: Wochenfluss. Stand: 13.06.2025. Abgerufen am 16.10.2026. familienplanung.de
- Kassenärztliche Bundesvereinigung: Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 und Abgrenzung zum Rettungsdienst 112. Abgerufen am 16.10.2026. 116117.de