Schwangerschaft

Geburtstermin berechnen: so geht's

Der errechnete Geburtstermin ist eines der ersten Daten, die im Mutterpass stehen. Mit einer einfachen Formel kannst du ihn auch selbst ausrechnen. Wichtig zu wissen: Nur wenige Babys kommen genau an diesem Tag. Der Termin ist eine Orientierung, kein Versprechen.

Von Danny · Geprüft am 16.10.2026 · Quellen: Bundesbehörde und Fachverband · Orientierung, kein medizinischer Rat

  • Lesezeit 3 Minuten
  • Geprüft 16.10.2026
Abstrakte Illustration: Kalenderblatt mit markiertem Tag
Illustration: Mamalotse

Wann du nicht auf den Termin wartest

Melde dich sofort in der Klinik, egal wie weit der Termin noch entfernt ist, wenn:

  • Fruchtwasser abgeht;
  • du blutest oder starke Bauchschmerzen hast;
  • vor der 37. Woche regelmäßige Wehen einsetzen;
  • dein Kind sich deutlich weniger bewegt.

Bei starker Blutung 112. Im Zweifel anrufen – lieber einmal zu viel.

Schnell-Check: das Wesentliche

  1. Naegele-Regel: erster Tag der letzten Periode minus drei Monate, plus sieben Tage, plus ein Jahr.
  2. Längerer oder kürzerer Zyklus: Die Abweichung von 28 Tagen wird dazu- oder abgezogen.
  3. Nur etwa 4 bis 5 von 100 Babys kommen genau am errechneten Tag.

Die Naegele-Regel

Die bekannteste Methode ist die Naegele-Regel. Du brauchst dafür den ersten Tag deiner letzten Periode:

  • vom ersten Tag der letzten Periode drei Monate abziehen,
  • sieben Tage dazuzählen,
  • ein Jahr dazuzählen.

Ein Beispiel: Deine letzte Periode begann am 10. März 2026. Minus drei Monate ergibt den 10. Dezember 2025. Plus sieben Tage ergibt den 17. Dezember 2025. Plus ein Jahr ergibt den 17. Dezember 2026 als errechneten Termin.

Die Regel geht von einem Zyklus mit 28 Tagen aus, bei dem der Eisprung etwa zwei Wochen nach Beginn der Periode stattfindet.

Wenn dein Zyklus länger oder kürzer ist

Ist dein Zyklus regelmäßig länger oder kürzer als 28 Tage, wird der Unterschied angepasst: Bei einem längeren Zyklus zählst du die Tage dazu, bei einem kürzeren ziehst du sie ab. Hast du zum Beispiel einen 32-Tage-Zyklus, kommen vier Tage zum Ergebnis dazu.

Wenn du den Tag der Befruchtung kennst

Kennst du den Tag der Empfängnis – etwa nach einer Kinderwunschbehandlung –, ziehst du drei Monate und sieben Tage ab und zählst ein Jahr dazu. Von der Befruchtung bis zur Geburt vergehen im Schnitt 266 Tage, also 38 Wochen.

Warum die Schwangerschaft 40 Wochen dauert

Weil der Tag der Befruchtung meist nicht genau bekannt ist, wird ab dem ersten Tag der letzten Periode gerechnet. Das verlängert die Schwangerschaft rechnerisch um etwa zwei Wochen auf 280 Tage oder 40 Wochen. So zählt auch der Mutterpass. Die Folge: In der 12. Schwangerschaftswoche ist dein Kind erst etwa zehn Wochen alt. Was in den einzelnen Wochen passiert, steht in Schwangerschaft Woche für Woche.

Der Termin wird beim Ultraschall überprüft

Beim ersten Ultraschall misst die Ärztin dein Kind. Weicht das gemessene Alter um mehr als sieben Tage vom errechneten Termin ab, wird der Termin angepasst. Das ist normal – gerade bei unregelmäßigem Zyklus ist die Berechnung über die Periode ungenau. Maßgeblich ist dann das Datum, das im Mutterpass steht.

Ein Zeitraum, kein Tag

Nur etwa 4 bis 5 von 100 Babys kommen genau am errechneten Termin. Rund neun von zehn werden in der Zeit zwischen zwei Wochen vor und zwei Wochen nach dem Termin geboren. Plane deshalb nicht alles auf einen Tag hin. Was passiert, wenn der Termin verstreicht, steht in Errechneter Termin überschritten.

Wofür der Termin wichtig ist

Nach dem errechneten Termin richten sich der Mutterschutz – er beginnt sechs Wochen vorher –, das Mutterschaftsgeld und die Planung der Vorsorgetermine. Maßgeblich ist das Datum, das Ärztin oder Hebamme im Mutterpass eintragen.

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Quellen

  1. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), familienplanung.de: Geburtstermin berechnen. Abgerufen am 16.10.2026. familienplanung.de
  2. Berufsverband der Frauenärzte, frauenaerzte-im-netz.de: Schwangerschaftsdauer und Geburtstermin. Letzte Bearbeitung 15.03.2018. Abgerufen am 16.10.2026. frauenaerzte-im-netz.de
  3. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), familienplanung.de: Schwangerschaftswochen zählen. Stand: 01.03.2017. Abgerufen am 16.10.2026. familienplanung.de