Schulkind · 6–10 Jahre
Bildschirmzeit im Grundschulalter: wie viel ist gut?
Nach der Schule noch eine Folge, am Wochenende die Konsole, abends das Tablet der großen Schwester – Bildschirme sind überall. Feste Zeiten helfen, damit Bewegung, Schlaf und Spielen nicht zu kurz kommen. Hier steht, was das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit empfiehlt.
- Lesezeit 2 Minuten
- 6 bis 9 Jahre höchstens 45 Minuten am Tag
- Vor dem Schlafen 1 Stunde bildschirmfrei
Schnell-Check
- Höchstens etwa 45 Minuten Bildschirm am Tag – alle Geräte zusammen, und nicht jeden Tag.
- Kein Bildschirm beim Essen und mindestens eine Stunde vor dem Schlafen.
- Keine Geräte im Kinderzimmer über Nacht.
Die Empfehlung für Sechs- bis Neunjährige
| Alter | Bildschirm (Fernsehen, Video, Konsole, Tablet, Smartphone, Computer) | Hörmedien |
|---|---|---|
| 3 bis 6 Jahre | höchstens 30 Minuten am Tag, zusammen | begrenzt |
| 6 bis 9 Jahre | höchstens 45 Minuten am Tag, zusammen | höchstens 60 Minuten am Tag |
Bücher und Vorlesen haben keine Obergrenze – im Gegenteil, mehr dazu in Vorlesen. Die Zeiten sind ungefähre Richtwerte: Kinder sind verschieden, und es kommt auch darauf an, was sie schauen oder spielen. Für jüngere Kinder steht mehr in Bildschirmzeit für Kleinkinder.
Warum Grenzen sinnvoll sind
- Bewegung: Wer viel sitzt, bewegt sich weniger – das wirkt sich auf Fitness, Haltung und Gewicht aus.
- Schlaf: Kinder mit Bildschirm im Zimmer gehen später ins Bett und sind tagsüber müder. Aufregende oder gruselige Inhalte können Albträume auslösen.
- Essen: Vor dem Bildschirm wird oft nebenbei genascht.
- Gefühle: Inhalte können verunsichern oder Angst machen. Dann braucht dein Kind jemanden zum Reden.
Woran du merkst, dass es zu viel ist
Achte darauf, wie dein Kind nach dem Bildschirm ist. Wirkt es oft lustlos, gelangweilt, gereizt oder aggressiv, kann es sich schlecht konzentrieren oder ist es überdreht, ist das ein Zeichen, die Zeit zu verkürzen.
So gelingen Medienregeln
- Gemeinsam vereinbaren, wann und wie lange – und was danach kommt.
- Inhalte auswählen: Altersfreigaben helfen bei der Orientierung, mehr in Altersfreigaben FSK und USK.
- Dabei sein, wenigstens ab und zu: zusammen schauen, zusammen spielen, darüber reden.
- Vorbild sein: Kinder merken, wie oft die Großen aufs Handy schauen.
Gut zu wissen
Ein Wecker oder eine Sanduhr macht das Ende sichtbar und erspart manche Diskussion. Wenn ein eigenes Gerät ansteht, hilft Das erste Handy.
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Quellen
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Empfehlungen zur Dauer der Mediennutzung. Stand: Juni 2024. Abgerufen am 19.10.2026. kindergesundheit-info.de
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Medien: Gefahren für die Gesundheit. Seitendatum: 07.05.2024. Mit Verweis auf die S2k-Leitlinie Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend (AWMF 027-075, 2023). Abgerufen am 19.10.2026. kindergesundheit-info.de