Kindergarten & Schule · 1–10 Jahre
Sonnenschutz für Kinder: was wirklich schützt
Kinderhaut ist empfindlich, und zu viel Sonne in der Kindheit kann die Haut auf Dauer schädigen. Die gute Nachricht: Mit Schatten, der richtigen Kleidung und Sonnencreme an den freien Stellen ist dein Kind gut geschützt – auch beim Toben im Freibad.
- Lesezeit 3 Minuten
- Mittags 11–15 Uhr Sonne meiden
- Sonnencreme mindestens LSF 30
Wann zur Kinderärztin oder in die Klinik
Ruf die 112, wenn dein Kind nach viel Sonne:
- verwirrt, benommen oder bewusstlos ist;
- einen hochroten, heißen Kopf hat und dazu starke Kopfschmerzen, Erbrechen oder einen steifen Nacken;
- heiße, trockene Haut hat und nicht mehr schwitzt.
In die Praxis bei Sonnenbrand mit Blasen – das ist eine Verbrennung zweiten Grades. Im Zweifel anrufen – lieber einmal zu viel.
Schnell-Check: vor dem Rausgehen
- Mittags in den Schatten: Zwischen 11 und 15 Uhr sollten Kinder nicht in der Sonne sein.
- Kleidung und Hut mit Krempe und Nackenschutz, Sonnenbrille mit UV-Filter.
- Sonnencreme mit mindestens LSF 30 auf alle freien Stellen, etwa 30 Minuten vorher.
Schatten und Kleidung zuerst
Schatten und sonnengerechte Kleidung sind der einfachste und wirksamste Schutz. Auch an bewölkten Tagen kommen bis zu 80 Prozent der UV-Strahlung durch. Unter Bäumen wird die Strahlung nur um höchstens ein Fünftel weniger – Kleidung bleibt also auch dort wichtig.
- Möglichst viel bedecken: lockere, lange Ärmel und Hosen.
- UV-Kleidung nach UV-Standard 801 mit einem Schutzfaktor von mindestens 30 schützt besser als ein lockeres, nasses Baumwoll-T-Shirt.
- Kopf, Nacken und Ohren mit Hut oder Kappe mit Nackenschutz bedecken.
- Sonnenbrille mit UV-Filter – besonders am Meer, in den Bergen und im Schnee.
- Schuhe, die auch Ferse und Fußrücken bedecken.
Sonnencreme richtig verwenden
- Für Kinder geeignet und mit Schutz vor UVA und UVB, Lichtschutzfaktor mindestens 30.
- Großzügig auftragen – zu wenig Creme schützt nicht wie angegeben.
- Etwa 30 Minuten vorher eincremen, auch Hände, Gesicht und Fußrücken.
- Regelmäßig nachcremen. Das verlängert die Schutzzeit aber nicht.
- Am Wasser: wasserfeste Creme, nach jedem Baden erneut auftragen. Wasser reflektiert die Sonne zusätzlich.
- Haltbarkeit prüfen, vor allem bei Tuben aus dem letzten Sommer.
Gut zu wissen
Der UV-Index zeigt, wie stark die Sonne gerade ist. Bei Werten von 1 bis 2 ist kein Schutz nötig, ab 3 solltest du dein Kind schützen. Den Wert für deinen Ort findest du in vielen Wetterberichten. Im ersten Lebensjahr gehört keine Sonnencreme auf die Haut – mehr dazu in Sonnenschutz fürs Baby.
Wenn es doch einen Sonnenbrand gibt
Ein Sonnenbrand zeigt sich meist erst drei bis vier Stunden nach der Sonne: Die Haut wird rot, heiß, spannt, juckt oder brennt.
- Raus aus der Sonne, bis die Haut abgeheilt ist.
- Kühlen mit kühlen, feuchten Umschlägen – kein Eis, kein Puder, kein Öl, keine fettige Salbe.
- Blasen nicht öffnen und ärztlich anschauen lassen.
- Viel trinken lassen.
Sonnenstich erkennen
Beim Sonnenstich ist der Kopf hochrot und heiß, die Körpertemperatur aber normal. Dazu kommen Unruhe, stechende Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Übelkeit, Erbrechen, manchmal ein steifer Nacken. Bring dein Kind in den Schatten, lagere den Kopf erhöht, kühle Kopf und Nacken mit feuchten, lauwarmen Tüchern, gib zu trinken und lass es nicht allein. Bei Bewusstlosigkeit: Erste Hilfe und die 112.
Was bei großer Hitze ohne direkte Sonne gilt, steht in Hitze und Kinder.
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Quellen
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Kinderhaut schützen. Seitendatum: 14.09.2024. Abgerufen am 19.10.2026. kindergesundheit-info.de
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Risiko Sonne. Veröffentlicht am 14.09.2024. Abgerufen am 19.10.2026. kindergesundheit-info.de
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Bewegung bei Hitze. Seitendatum: 23.09.2026. Abgerufen am 19.10.2026. kindergesundheit-info.de