Kinderkrankheiten · 1–10 Jahre

Röteln beim Kind: Anzeichen, Ansteckung, Impfung

Bei Kindern verlaufen Röteln meist mild, oft sogar ganz ohne Beschwerden. Gefährlich sind sie für Ungeborene: Steckt sich eine Schwangere an, kann das Baby schwer geschädigt werden. Deshalb ist die Impfung so wichtig – für dein Kind und für alle um es herum.

Von Danny · Geprüft am 19.10.2026 · Quellen: Robert Koch-Institut, Gesetz · Orientierung, kein medizinischer Rat

  • Lesezeit 2 Minuten
  • Inkubation 14–21 Tage
  • Ansteckend 7 Tage vor bis 7 Tage nach Ausschlag
Illustration: feine Flecken auf Haut, schematisch
Illustration: Mamalotse

Wann zur Kinderärztin

Ruf in der Praxis an, bevor du hingehst, wenn dein Kind:

  • einen feinfleckigen Ausschlag hat, der im Gesicht beginnt;
  • geschwollene Lymphknoten im Nacken oder hinter den Ohren hat;
  • ungeimpft ist und Kontakt zu einem Rötelnfall hatte.

Jeder Verdacht sollte im Labor bestätigt werden. Halte dein Kind von Schwangeren fern, bis klar ist, was es hat. Im Zweifel anrufen – lieber einmal zu viel.

Schnell-Check

  1. Impfpass: zwei Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln?
  2. Schwangere schützen: keinen Kontakt, solange dein Kind ansteckend ist.
  3. Kita informieren – Röteln stehen im Infektionsschutzgesetz.

Woran du Röteln erkennst

Oft geht ein leichtes Krankheitsgefühl voraus: Kopfschmerzen, leichtes Fieber, gerötete Augen, Schnupfen. Typisch sind geschwollene Lymphknoten im Nacken und hinter den Ohren. Dann folgt ein feiner, fleckiger Ausschlag, der im Gesicht beginnt, sich über Körper, Arme und Beine ausbreitet und nach ein bis drei Tagen verblasst. Bei Kindern zeigt sich oft nur der Ausschlag. Bis zur Hälfte der Infektionen verläuft ganz ohne Beschwerden.

Ansteckung

Röteln werden vor allem über Tröpfchen übertragen. Zwischen Ansteckung und Erkrankung liegen 14 bis 21 Tage. Ansteckend ist ein Kind schon sieben Tage, bevor der Ausschlag erscheint, und noch sieben Tage danach. Erkrankte sollen bis sieben Tage nach Beginn des Ausschlags zu Hause bleiben.

Warum Röteln für Schwangere gefährlich sind

Das Virus kann über die Plazenta auf das Ungeborene übergehen. Besonders in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen kann das schwere Schäden an Herz, Augen und Ohren verursachen. Mehr dazu in Röteln in der Schwangerschaft.

Behandlung

Eine Behandlung gegen das Virus selbst gibt es nicht. Fieber und Gelenkschmerzen werden gelindert – was für dein Kind passt, besprichst du mit der Praxis. Komplikationen sind selten und mit zunehmendem Alter häufiger.

Die Impfung

Den besten Schutz bietet die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln: die erste mit 11 bis 14 Monaten, die zweite mit 15 bis 23 Monaten. Soll ein Kind früher in eine Gemeinschaftseinrichtung, ist die erste Impfung schon ab neun Monaten möglich. Mehr in Impfungen für Kindergarten- und Schulkinder.

Kita und Schule

Röteln stehen im Infektionsschutzgesetz: Dein Kind darf nicht in die Einrichtung, bis nach ärztlichem Urteil keine Ansteckung mehr zu befürchten ist, und du informierst die Kita oder Schule. Einen Überblick gibt Kinderkrankheiten im Überblick.

Weiterlesen

Quellen

  1. Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber Röteln. Stand: 05.08.2021. Abgerufen am 19.10.2026. rki.de
  2. Infektionsschutzgesetz (IfSG), § 34 Gesundheitliche Anforderungen, Mitwirkungspflichten, Aufgaben des Gesundheitsamtes. Abgerufen am 19.10.2026. gesetze-im-internet.de
  3. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Arztbesuch zwingend. Stand: 07.02.2026. Abgerufen am 18.10.2026. kindergesundheit-info.de