Kleinkind

Küche kindersicher machen

Die Küche ist für kleine Kinder einer der spannendsten Orte – und einer der gefährlichsten. Heiße Töpfe, Wasserkocher, Messer und Putzmittel sind in Reichweite. Die meisten Verbrühungen und Verbrennungen lassen sich mit einfachen Regeln verhindern.

Von Danny · Geprüft am 16.10.2026 · Quellen: Bundesbehörde · Orientierung, kein medizinischer Rat

  • Lesezeit 2 Minuten
  • Geprüft 16.10.2026
Schematische Darstellung: ein Herd mit einem Topf, dessen Griff nach hinten zeigt
Illustration: Mamalotse

Wenn doch etwas passiert

Ruf sofort die 112, wenn dein Kind:

  • bewusstlos ist, nicht normal atmet oder einen Krampfanfall hat;
  • sich großflächig verbrüht oder verbrannt hat oder stark blutet;
  • aus der Höhe gestürzt ist oder danach erbricht, ungewöhnlich schläfrig ist;
  • etwas Giftiges geschluckt hat und Beschwerden zeigt.

Bei Verdacht auf eine Vergiftung ohne Beschwerden hilft der Giftnotruf, siehe Vergiftung beim Kind. Was du bei Verbrühungen sofort tust, steht in Verbrühungen. Alle Notrufnummern: Notfall beim Kind.

Schnell-Check: das Wesentliche

  1. Topfgriffe nach hinten drehen und möglichst die hinteren Herdplatten nutzen.
  2. Wasserkocher und Fritteusen samt Kabel außer Reichweite – sie gehören zu den größten Gefahren.
  3. Beim Kochen Abstand: Kind im Hochstuhl oder Laufstall, nicht direkt neben dir.

Beim Kochen

Halte dein Kind beim Kochen auf sicherem Abstand, zum Beispiel im Hochstuhl oder im Laufstall. Lass es nicht in deiner Nähe herumlaufen, wenn du gestresst oder beschäftigt bist. Kleinkinder verstehen ein klares „Nein“ an besonders gefährlichen Stellen – erkläre zum Beispiel, dass der Herd heiß ist.

Der Herd

  • Pfannen- und Topfgriffe nach hinten drehen, damit sie nicht überstehen.
  • Die hinteren Platten nutzen, wann immer es geht.
  • Ein stabiles Herdschutzgitter hilft, schützt aber nicht vollständig.
  • Backofenscheibe: Ist das Glas nicht wärmegedämmt, hilft eine Acrylglasplatte, sonst ein klares Verbot.

Geräte und Kabel

  • Wasserkocher und Fritteusen sind besonders gefährlich: Zieht ein Kind sie herunter, kann es sich mit heißem Wasser oder Fett schwer verbrühen.
  • Handmixer, Wasserkocher, Toaster, elektrische Messer, Messer und Scheren nach jedem Gebrauch wegräumen.
  • Kabel fest installierter Geräte so verlegen, dass sie keine Stolperfallen sind und nicht erreichbar.
  • Das Bügeleisen an einem kindersicheren Ort abkühlen lassen.

Große Geräte

Spülmaschine, Waschmaschine und Trockner locken zum Hineinklettern – Kinder können darin steckenbleiben. Halte die Türen geschlossen.

Tüten, Einkäufe, Putzmittel

  • Plastiktüten können zum Ersticken führen, wenn ein Kind sie über den Kopf zieht. Sofort wegräumen.
  • Einkäufe gleich auspacken und einräumen.
  • Putzmittel sofort kindersicher verstauen, siehe Vergiftung beim Kind.

Wenn es doch passiert

Bei Verbrennungen schnell handeln – aber eine Unterkühlung vermeiden. Was genau zu tun ist, steht in Verbrühungen: Erste Hilfe. Weitere Gefahren im Haushalt: Unfälle im Kleinkindalter vermeiden.

Weiterlesen

Quellen

  1. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Küche. Stand: 21.09.2024. Abgerufen am 16.10.2026. kindergesundheit-info.de
  2. Kassenärztliche Bundesvereinigung: Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 und Abgrenzung zum Rettungsdienst 112. Abgerufen am 16.10.2026. 116117.de