Kindergarten & Schule · 3–12 Jahre
Heuschnupfen beim Kind: erkennen und lindern
Jedes Frühjahr dieselbe Erkältung, die einfach nicht weggeht? Dann könnte Heuschnupfen dahinterstecken. Etwa jeder vierte Mensch in Deutschland hat ihn, meist beginnen die Beschwerden vor dem 20. Lebensjahr – oft schon im Kindesalter.
- Lesezeit 2 Minuten
- Typisch nur in der Pollenzeit
- Früh im Jahr Hasel und Erle
Wann zur Kinderärztin oder in die Klinik
Lass die Beschwerden in der Kinderarztpraxis anschauen, wenn dein Kind:
- in der Pollenzeit hustet, pfeifend atmet oder kurzatmig ist – das können Zeichen von Asthma sein;
- jedes Jahr wiederkehrend Schnupfen und juckende Augen hat;
- so stark betroffen ist, dass Schlaf, Schule oder Spielen leiden;
- nach bestimmten Lebensmitteln Beschwerden bekommt.
Bei Atemnot wähle die 112. Im Zweifel anrufen – lieber einmal zu viel.
Schnell-Check: in der Pollenzeit
- Fenster zu, wenn viele Pollen fliegen.
- Haare waschen vor dem Schlafengehen.
- Beobachten, wann die Beschwerden auftreten, und das beim Arzttermin erzählen.
Woran du Heuschnupfen erkennst
Kinder mit Heuschnupfen niesen, haben eine laufende oder verstopfte Nase und juckende, tränende Augen. Auch Juckreiz und asthmaähnliche Beschwerden wie Husten, pfeifende Atmung oder Atemnot sind möglich. Der wichtigste Hinweis: Die Beschwerden treten nur in der Pollenzeit auf. Hasel und Erle gehören zu den ersten Pflanzen, deren Pollen Allergikern jedes Jahr zu schaffen machen.
Warum eine Abklärung wichtig ist
Heuschnupfen kann sich nach einigen Jahren zu allergischem Asthma entwickeln. Außerdem kann eine Pollenallergie sich auf bestimmte Lebensmittel ausweiten, man spricht dann von einer Kreuzallergie. Deshalb lohnt es sich, die Beschwerden nicht einfach hinzunehmen.
Wie Heuschnupfen festgestellt wird
Am Anfang steht ein Gespräch über die Beschwerden, den Alltag und die Krankheitsgeschichte. Mit einem Hauttest (Pricktest) lässt sich zeigen, ob dein Kind auf bestimmte Stoffe reagiert. Manchmal sind auch ein Bluttest oder ein Provokationstest nötig.
Was im Alltag hilft
- Fenster geschlossen halten, wenn viele Pollen fliegen.
- Haare vor dem Schlafen waschen, damit keine Pollen im Kopfkissen landen.
- Kochsalz-Nasenspülungen oder -sprays können die Beschwerden lindern.
Behandlung
Gegen die Beschwerden gibt es verschiedene Medikamente, etwa als Tabletten oder Nasenspray. Welche für dein Kind geeignet sind, entscheidet die Kinderarztpraxis.
Eine weitere Möglichkeit ist die Hyposensibilisierung, auch spezifische Immuntherapie genannt. Dabei bekommt dein Kind regelmäßig kleine Mengen des Allergens, als Spritze unter die Haut oder als Tropfen oder Tablette unter die Zunge. Die Behandlung dauert mindestens drei bis fünf Jahre. Ob sie für dein Kind infrage kommt, besprichst du mit der Praxis.
Wenn dein Kind eher im Herbst und Winter ständig erkältet ist, lies Kind ständig krank in der Kita.
Wenn der Husten immer wiederkommt oder die Atmung pfeift, lies Asthma beim Kind.
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Quellen
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de: Heuschnupfen. Aktualisiert am 31.05.2023. Abgerufen am 18.10.2026. gesundheitsinformation.de
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Allergien. Abgerufen am 18.10.2026. kindergesundheit-info.de
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Arztbesuch zwingend. Stand: 07.02.2026. Abgerufen am 18.10.2026. kindergesundheit-info.de