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Fieber messen beim Baby: so geht's
Dein Baby fühlt sich heiß an – aber wie warm ist es wirklich? Bei Babys und Kleinkindern ist die Messung im Po am genauesten. Das klingt unangenehm, geht aber schnell. Hier steht, wie es funktioniert, welche Werte normal sind und ab wann du handeln solltest.
- Lesezeit 3 Minuten
- Geprüft 16.10.2026
Wann du mit deinem Kind zur Ärztin gehst
Geh mit deinem fiebernden Kind in die Kinderarztpraxis, wenn:
- dein Kind ein sehr junges Baby (0 bis 3 Monate) ist und die Temperatur 38 Grad Celsius oder mehr beträgt;
- es sehr schlapp wirkt, nicht trinken will oder Hautverfärbungen auftreten – auch unter 38 Grad;
- es berührungsempfindlich ist, schrill schreit oder dir schwer krank vorkommt;
- das Fieber bei Babys und Kleinkindern bis zwei Jahre länger als einen Tag anhält, bei älteren Kindern länger als drei Tage.
Wichtig: Der Zustand deines Kindes zählt mindestens so viel wie die Zahl auf dem Thermometer. Bei Atemnot, Krampfanfall oder Bewusstlosigkeit 112. Außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117.
Schnell-Check: das Wesentliche
- Im Po messen: Das ist bei Babys und Kleinkindern am genauesten.
- Fieber ab 38,5 Grad – in den ersten Lebenswochen schon ab 38 Grad.
- Digitales Thermometer mit etwas Creme, 1 bis höchstens 2 Zentimeter tief einführen.
Welche Werte normal sind
- 36,5 bis 37,5 Grad: normale Körpertemperatur. Abends ist sie meist etwa ein halbes Grad höher als morgens.
- 37,6 bis 38,4 Grad: erhöhte Temperatur – zum Beispiel nach Toben, Sport oder wenn dein Kind zu warm angezogen ist.
- Ab 38,5 Grad: Fieber. In den ersten Lebenswochen beginnt Fieber schon bei 38 Grad, und in den ersten drei Monaten gilt ab 38 Grad: ab in die Praxis.
- Ab 39 Grad: hohes Fieber.
Temperaturen zwischen 38 und 39 Grad sind bei Kleinkindern häufig und bedeuten nicht unbedingt eine schwere Erkrankung.
So misst du im Po
- Leg dein Kind entspannt auf den Rücken, auf die Seite oder bäuchlings über deinen Schoß.
- Gib etwas Creme auf die Spitze des Thermometers.
- Führe es vorsichtig etwa 1 bis höchstens 2 Zentimeter ein, bis du einen Widerstand spürst.
- Nach etwa 1 bis 1,5 Minuten oder beim Signalton ziehst du es langsam heraus und liest den Wert ab.
Mag dein Kind das nicht, sprich ruhig mit ihm, erklär, was du machst, und lenk es mit einem Spielzeug oder einer Geschichte ab. Am besten eignen sich digitale Thermometer, weil sie schnell ein Ergebnis zeigen.
Andere Messarten
- Im Ohr: Infrarot-Ohrthermometer gehen, brauchen aber Übung. Ohrenschmalz oder Zugluft können das Ergebnis verfälschen, und der Gehörgang von Babys ist eng.
- Unter der Achsel: bei Kleinkindern oft zu ungenau.
- Im Mund: erst ab etwa fünf bis sechs Jahren, wenn dein Kind den Mund geschlossen halten und durch die Nase atmen kann.
Wie oft du misst
Miss bei Verdacht auf Fieber morgens und abends, bei hohem Fieber auch öfter. Weck dein Kind nicht extra zum Messen.
Was bei Fieber hilft
Fieber ist eine Abwehrreaktion des Körpers. Bei erhöhter Temperatur reichen Zuwendung, etwas zu trinken und regelmäßiges Messen, wenn dein Kind sich wohlfühlt. Bei Fieber helfen Ruhe, Flüssigkeit und leichte Kost. Fiebersenkende Mittel gibst du nur, wenn dein Kind deutlich leidet, und nur nach ärztlichem Rat. Acetylsalicylsäure, etwa Aspirin, ist für fiebernde Kinder nicht geeignet. Fühlt sich dein Kind warm an, können Wadenwickel helfen, siehe Wadenwickel bei Fieber. Mehr zum Umgang mit Fieber steht in Fieber beim Baby und Fieberkrampf.
Was bei Fieber im Kita- und Schulalter wichtig ist, steht in Fieber beim Kind.
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Quellen
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Fieber bei Babys und Kindern. Stand: 04.05.2026. Abgerufen am 16.10.2026. kindergesundheit-info.de
- Kassenärztliche Bundesvereinigung: Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 und Abgrenzung zum Rettungsdienst 112. Abgerufen am 16.10.2026. 116117.de