Checkliste

Warnzeichen in der Schwangerschaft: die Karte für den Kühlschrank

Eine Seite zum Ausdrucken mit den Situationen, in denen du nicht abwartest, und den Nummern, die du dann brauchst. Alle Angaben stammen aus offiziellen Listen – wir haben keine eigenen Schwellenwerte ergänzt.

Von Danny · Geprüft am 29.08.2026 · Quellen: Bundesbehörden und Fachgesellschaften · Orientierung, kein medizinischer Rat

Sofort anrufen

In diesen Situationen wartest du nicht bis zum nächsten Termin:

  • Blutung – jede Blutung in der Schwangerschaft gehört abgeklärt.
  • Fruchtwasserabgang, schwallartig oder tröpfchenweise, mit oder ohne Wehen.
  • Wehen vor dem Ende der 37. Woche. Verdächtig ist mehr als zehnmal Wehentätigkeit am Tag, vor der 30. Woche schon ein Abstand unter 20 Minuten.
  • Starke oder plötzlich einsetzende Schmerzen im Bauch, anhaltend und nicht nachlassend.
  • Anhaltende Kopfschmerzen, Augenflimmern oder Sehstörungen, besonders zusammen mit Schwindel oder Übelkeit – mögliche Zeichen einer Präeklampsie.
  • Plötzliche starke Wassereinlagerungen in Gesicht und Händen.
  • Fieber, besonders mit grippeähnlichen Beschwerden.
  • Du hast das Gefühl, dass etwas nicht stimmt – auch ohne dass du es benennen kannst.

Notfall: 112 – bei Kreislaufversagen, Ohnmacht, sehr starken Schmerzen, Krampfanfall.
Tagsüber: deine Frauenarztpraxis oder deine Hebamme.
Nachts und am Wochenende: Kreißsaal der Klinik oder ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117.
Im Zweifel anrufen – lieber einmal zu viel.

Platz für deine Nummern

Diese Felder füllst du nach dem Ausdrucken von Hand aus – bei uns wird nichts gespeichert und nichts übertragen.

Was hier bewusst nicht steht

Keine Grenzwerte, die wir uns selbst ausgedacht haben, und keine Einschätzung, wie wahrscheinlich etwas Ernstes dahintersteckt. Beides gehört in die Praxis und nicht auf eine Karte. Was hier steht, sind die Situationen, in denen ein Anruf der richtige nächste Schritt ist.

Zur Einordnung der einzelnen Punkte: Blutung in der Schwangerschaft, Blasensprung, Bauch wird hart, Kopfschmerzen und Wassereinlagerungen.

Für Hebammen, Praxen und Kurse

Diese Seite darf ausgedruckt und an Familien weitergegeben werden. Sie enthält keine Werbung, keine Produktlinks und verlangt keine Anmeldung. Wenn dir ein Punkt fehlt oder eine Formulierung aus der Praxis heraus unglücklich ist, schreib uns – die Angaben werden gegen die offiziellen Quellen geprüft und bei Bedarf angepasst.

Quellen

  1. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), familienplanung.de: Vorzeitige Wehen in der Schwangerschaft. Abgerufen am 29.08.2026. familienplanung.de
  2. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), familienplanung.de: Blutungen in der Schwangerschaft. Abgerufen am 29.08.2026. familienplanung.de
  3. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), familienplanung.de: Bluthochdruck und Präeklampsie. Abgerufen am 29.08.2026. familienplanung.de
  4. Kassenärztliche Bundesvereinigung: Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 und Abgrenzung zum Rettungsdienst 112. Abgerufen am 29.08.2026. 116117.de