Kita & Schule · 3–10 Jahre

Kind sagt Schimpfwörter: so reagierst du

Am Abendbrottisch fällt ein Wort, bei dem dir die Gabel aus der Hand rutscht. Spätestens mit dem Kindergarten bringen fast alle Kinder Schimpfwörter mit nach Hause. Das ist kein Grund zur Panik – aber ein guter Anlass, klar Position zu beziehen.

Von Danny · Geprüft am 19.10.2026 · Quellen: Staatsinstitut für Frühpädagogik · Orientierung, kein medizinischer Rat

  • Lesezeit 2 Minuten
  • Meist ab dem Kindergarten
  • Grundregel das Wort kritisieren, nicht das Kind
Illustration: Sprechblasen
Illustration: Mamalotse

Schnell-Check

  1. Kurz und klar: „Ich will dieses Wort nicht hören.“
  2. Dein Gefühl sagen: „Das Wort tut mir weh.“
  3. Keine langen Vorträge – und dein Kind nicht als „böse“ abstempeln.

Warum Kinder Schimpfwörter benutzen

  • Sie fühlen sich stark: Kraftausdrücke geben ein Gefühl von Macht.
  • Die Wirkung zählt, nicht die Bedeutung. Kinder merken schnell, dass bestimmte Wörter Erwachsene aus der Fassung bringen.
  • Grenzen testen: Was ist erlaubt, was nicht?
  • Imponieren: In der Gruppe beeindrucken Schimpfwörter andere oder schüchtern sie ein.
  • Spaß an Klang und Reim spielt ebenfalls eine Rolle.

Wie du reagieren kannst

  • Nicht fragen „Wo hast du das her?“ – das verschiebt die Schuld auf andere und bringt nichts.
  • Nicht einfach ignorieren, wenn ein Wort immer wieder fällt. Zieh eine klare Grenze.
  • Gefühl statt Urteil: Sag, was das Wort bei dir auslöst, statt dein Kind zu verurteilen.
  • Das Wort kritisieren, nicht das Kind. Dein Kind braucht Ermutigung und geduldige Begleitung.
  • Bedeutung erklären: Was heißt das Wort, und wie fühlt sich jemand, der so genannt wird? So lernt dein Kind einzuschätzen, wann Worte verletzen.
  • Wiederholen statt diskutieren: Die Kernbotschaft lieber noch einmal kurz sagen als lange erklären.

Wenn Worte verletzen sollen

Schimpft dein Kind gezielt, um andere zu kränken oder einzuschüchtern, braucht es zusätzlich Hilfe, mit Ärger umzugehen. Anregungen stehen in Wutanfälle beim Schulkind. Wird dein Kind selbst ständig beschimpft, lies Mobbing in der Grundschule.

Gut zu wissen

Ein augenzwinkernder Ausweg: Erfindet gemeinsam lustige Fantasie-Schimpfwörter, die niemanden verletzen. Das nimmt dem Thema die Spannung, ohne die Grenze aufzugeben.

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Quellen

  1. Staatsinstitut für Frühpädagogik und Medienkompetenz (IFP), Familienhandbuch: Gertrud Ennulat, „Ich hau dir in die Fresse“ – verbale Gewalt bei Kindern. Geändert am 05.08.2010. Abgerufen am 19.10.2026. familienhandbuch.de