Kleinkind

Erste Schuhe und sichere Kinderkleidung

Das Kind läuft – braucht es jetzt Schuhe? Und worauf kommt es bei Kinderkleidung an? Die gute Nachricht: Barfuß ist zum Laufenlernen ideal. Bei Schuhen zählt vor allem die richtige Größe, bei Kleidung vor allem eins: keine Kordeln.

Von Danny · Geprüft am 16.10.2026 · Quellen: Bundesbehörde · Orientierung, kein medizinischer Rat

  • Lesezeit 2 Minuten
  • Geprüft 16.10.2026
Schematische Darstellung: ein Kinderschuh mit Klettverschluss und Platz vor den Zehen
Illustration: Mamalotse

Wann du genauer hinschaust

Lass es in der Kinderarztpraxis anschauen, wenn dein Kind:

  • nach dem Tragen rote Druckstellen hat, die nicht verschwinden, oder über Schmerzen klagt;
  • auffällig anders läuft als sonst oder ein Bein schont.

Hat sich ein Kind mit Kordel oder Schal irgendwo verfangen und atmet schlecht: sofort befreien und die 112 rufen. Außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117.

Schnell-Check: das Wesentliche

  1. Barfuß so oft und lange wie möglich – Kinder brauchen keine Schuhe, um laufen zu lernen.
  2. Mindestens 12 Millimeter Platz vor den Zehen, alle drei bis vier Monate nachmessen.
  3. Keine Kordeln am Hals – Klettverschlüsse oder Druckknöpfe statt Schnüren.

Barfuß lernen

Kinder brauchen keine Schuhe, um laufen zu lernen. Lass dein Kind so oft und so lange wie möglich barfuß laufen. Wie sich das Laufen entwickelt, steht in Bewegungsentwicklung.

Die ersten Schuhe

Kinderfüße wachsen schnell. Zu kleine, zu große, zu enge oder zu steife Schuhe können die Füße dauerhaft schädigen und den Gang verändern.

  • Mindestens 12 Millimeter Platz vor den Zehen – auch bei gebrauchten Schuhen.
  • Alle drei bis vier Monate nachmessen und auf rote Druckstellen achten.
  • Für draußen: feste Schuhe mit rutschfester Sohle.
  • Klettverschluss statt Schnürsenkel.
  • Das WMS-Siegel des Deutschen Schuhinstituts ist eine Orientierung für geprüfte Kinderschuhe und Fußmessung.

Keine Kordeln

Kordeln und Schnüre können sich an Türen oder Spielgeräten verfangen und zur Strangulation führen. Nach der europäischen Norm DIN EN 14682 sollte Kinderkleidung bis 14 Jahre am Hals keine Kordeln haben.

  • Prüfe neue und gebrauchte Jacken, Pullover, Kapuzen und Kragen und entferne Kordeln.
  • Auch Kordeln am Saum oder in der Taille vermeiden – sie können in Rolltreppen und Bus- oder Bahntüren hängen bleiben.
  • Besser: Klettverschlüsse oder Druckknöpfe.

Auf dem Spielplatz ist das besonders wichtig, siehe Spielplatz.

Gesehen werden

Bei Regen, Nebel und Dunkelheit helfen bunte Kleidung und Reflektoren, damit Autofahrer dein Kind sehen, siehe Kinder im Straßenverkehr.

Stoffe und Sonne

Stoffe sollten schadstofffrei und nicht oder schwer entflammbar sein. Für die Sonne gibt es Kleidung mit UV-Schutz – achte auf das Label „UV-Standard 801“ und einen UPF von mindestens 30. Lockere, atmungsaktive Baumwolle in hellen Farben ist bei Hitze angenehm, siehe Sonnenschutz. Wie warm du dein Baby anziehst, steht in Baby richtig anziehen.

Worauf es beim ersten Schulranzen ankommt, steht in Schulranzen kaufen.

Warum flache Kinderfüße meist normal sind, steht in Knick-Senkfuß beim Kind.

Weiterlesen

Quellen

  1. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Kleidung. Stand: 17.07.2024. Abgerufen am 16.10.2026. kindergesundheit-info.de
  2. Kassenärztliche Bundesvereinigung: Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 und Abgrenzung zum Rettungsdienst 112. Abgerufen am 16.10.2026. 116117.de