Kindergarten & Schule · 2–10 Jahre

Karies beim Kind: früh erkennen und vorbeugen

Karies entsteht, wenn Bakterien im Zahnbelag aus Zucker Säuren bilden, die den Zahnschmelz angreifen. Milchzähne sind dafür besonders empfindlich. Früh erkannt, kann sich eine beginnende Karies sogar wieder zurückbilden – vorausgesetzt, Putzen, Fluorid und Ernährung stimmen.

Von Danny · Geprüft am 19.10.2026 · Quellen: Bundesinstitut · Orientierung, kein medizinischer Rat

  • Lesezeit 2 Minuten
  • Frühes Zeichen kreidig-weißer Fleck
  • Ab 6 Jahren halbjährlich Vorsorge
Illustration: Zahn, schematisch
Illustration: Mamalotse

Wann zur Zahnärztin

Vereinbare zeitnah einen Termin, wenn du siehst oder merkst, dass dein Kind:

  • kreidig-weiße oder bräunliche Flecken auf den Zähnen hat;
  • dunkle Stellen oder Löcher hat;
  • über Zahnschmerzen klagt oder beim Kauen eine Seite meidet.

Im Zweifel anrufen – lieber einmal zu viel.

Schnell-Check

  1. Zweimal täglich putzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta, abends nachputzen.
  2. Wasser statt Saft und keine Dauer-Nuckelei an süßen Getränken.
  3. Pausen zwischen den Mahlzeiten – dann kann der Speichel die Zähne reparieren.

Wie Karies entsteht

Bestimmte Bakterien im Zahnbelag ernähren sich von Zucker und bilden dabei Säuren. Diese greifen den Zahnschmelz an. Unbehandelt kann Karies Milch- und bleibende Zähne schädigen bis hin zum Zahnverlust. Kariesbakterien lassen sich übertragen, zum Beispiel wenn Erwachsene den Löffel ablecken.

Früh erkennen lohnt sich

Am Anfang zeigt sich Karies oft als kreidig-weißer oder bräunlicher Fleck. In diesem Stadium kann sich der Zahnschmelz noch erholen, wenn weitere Schäden ausbleiben. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen so wichtig: zwischen dem sechsten Lebensmonat und dem sechsten Geburtstag sechs Früherkennungsuntersuchungen, danach halbjährlich bis 18 Jahre.

Wo Zucker steckt

  • Getränke: Säfte, Limonaden, gesüßte Tees.
  • Süßigkeiten – und versteckter Zucker etwa in Ketchup, Senf oder Fertiggerichten.
  • Auch Obst und Honig enthalten Zucker, der den Zähnen schadet.

Nicht nur die Menge zählt, sondern auch, wie oft gegessen wird. Zwischen den Mahlzeiten braucht der Speichel Zeit, um die Zähne zu reparieren.

Richtig putzen

Zwischen zwei und sechs Jahren eine erbsengroße Menge Kinderzahnpasta mit Fluorid, ab sechs Jahren Zahnpasta für Erwachsene. Bis ins Schulalter putzen Eltern abends nach. Mehr dazu in Zahnwechsel beim Kind und Milchzähne pflegen.

Gut zu wissen

Karies an Milchzähnen ist kein kleines Problem, nur weil die Zähne ausfallen: Sie tut weh und kann auch die bleibenden Zähne beeinträchtigen. Welche Vorsorge ab sechs Jahren kostenlos ist, steht in Zahnvorsorge für Schulkinder.

Weiterlesen

Quellen

  1. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Wie Zahnkaries entsteht. Veröffentlicht am 15.09.2024. Abgerufen am 19.10.2026. kindergesundheit-info.de
  2. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Gesunde Zähne von Anfang an. Seitendatum: 10.12.2025. Abgerufen am 19.10.2026. kindergesundheit-info.de
  3. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Zahnmedizinische Vorsorge und Früherkennung. Seitendatum: 27.04.2026. Abgerufen am 19.10.2026. kindergesundheit-info.de