Schulkind · 9–12 Jahre

Übertritt nach der Grundschule: welche Schule passt?

Gymnasium, Gesamtschule, Realschule, Oberschule: In der vierten Klasse steht für viele Familien eine große Entscheidung an. Wie sie getroffen wird, regelt jedes Bundesland selbst. Hier bekommst du einen Überblick und Fragen, die beim Entscheiden helfen.

Von Danny · Geprüft am 19.10.2026 · Quellen: Deutscher Bildungsserver · Orientierung, kein medizinischer Rat

  • Lesezeit 2 Minuten
  • Meist im 4. Schuljahr
  • Brandenburg nach Klasse 6
Illustration: zwei Wege
Illustration: Mamalotse

Schnell-Check

  1. Regeln deines Bundeslands klären: Ist die Empfehlung bindend oder eine Beratung?
  2. Beratungsgespräch mit der Klassenlehrerin wahrnehmen.
  3. Schulen anschauen: Tag der offenen Tür, Infoabende – am besten mit deinem Kind.

Wann der Wechsel ansteht

In den meisten Bundesländern wird im letzten Grundschuljahr, also in der vierten Klasse, entschieden. Viele Länder orientieren sich dabei am Halbjahreszeugnis. In Brandenburg dauert die Grundschule sechs Jahre, der Wechsel folgt nach der sechsten Klasse.

Was die Grundschulempfehlung bedeutet

Am Ende der Grundschulzeit spricht die Schule eine Empfehlung aus, welche Schulform zu deinem Kind passt. In den meisten Bundesländern ist sie eine Orientierungshilfe – die Entscheidung treffen die Eltern. Teilweise verbindlich ist sie in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg und Thüringen. Für eine Gymnasialempfehlung wird je nach Land meist ein Notendurchschnitt in Deutsch und Mathematik zwischen 2,0 und 2,5 erwartet. Viele Länder bieten Probeunterricht oder eine Aufnahmeprüfung an, wenn Empfehlung und Elternwunsch auseinandergehen.

Weil sich die Regeln immer wieder ändern, lohnt der Blick auf die Seite deines Kultusministeriums oder eine Nachfrage bei der Grundschule.

Beratung nutzen

Fast überall gibt es Beratungsgespräche mit der Klassenlehrerin – in manchen Ländern sind sie vorgeschrieben, etwa in Schleswig-Holstein, wo Eltern, Kind und Lehrkraft zu Beginn des zweiten Halbjahres gemeinsam sprechen. In Niedersachsen bietet die Grundschule in der vierten Klasse mindestens zwei Beratungsgespräche an.

Fragen, die beim Entscheiden helfen

  • Wie lernt mein Kind? Selbstständig, gern viel, eher praktisch?
  • Was macht ihm Freude, was fällt ihm schwer?
  • Was sagt die Lehrkraft zu Arbeitsverhalten und Belastbarkeit?
  • Wie sieht der Schulweg aus, wer geht mit auf die neue Schule?
  • Welche Wege stehen später offen? Viele Abschlüsse lassen sich auch über andere Schulformen erreichen.

Gut zu wissen

Für viele Kinder ist die Entscheidung mit Druck verbunden – gerade, wenn Freunde auf andere Schulen gehen. Sprich mit deinem Kind darüber, was es sich wünscht, und mach deutlich: Die Schulform sagt nichts darüber aus, wie wertvoll es ist. Wie du mit Zeugnissen gelassen umgehst, steht in Zeugnis in der Grundschule.

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Quellen

  1. Deutscher Bildungsserver (DIPF): Übergang zur weiterführenden Schule – Übergangsregelungen und gymnasiale Empfehlung in den Bundesländern. Aktualisiert am 08.07.2026. Abgerufen am 19.10.2026. bildungsserver.de