Schulkind · 9–14 Jahre

HPV-Impfung: was Eltern wissen sollten

Gegen Ende der Grundschulzeit kommt eine Impfung dazu, die viele Eltern noch nicht kennen: die HPV-Impfung. Sie schützt Mädchen und Jungen vor Viren, die später verschiedene Krebsarten auslösen können. Am besten wirkt sie, wenn sie früh gegeben wird.

Von Danny · Geprüft am 19.10.2026 · Quellen: Bundesinstitut · Orientierung, kein medizinischer Rat

  • Lesezeit 2 Minuten
  • Alter 9 bis 14 Jahre
  • Impfungen zwei im Abstand von 5 Monaten
Illustration: aufgeschlagener Impfpass
Illustration: Mamalotse

Wann zur Kinderärztin

Sprich mit deiner Kinderarztpraxis, wenn:

  • dein Kind neun Jahre alt ist oder älter und noch nicht geimpft ist;
  • du Fragen oder Bedenken zur Impfung hast;
  • dein Kind nach der Impfung ungewöhnlich krank wirkt.

Bei Atemnot kurz nach einer Impfung wähle die 112. Im Zweifel anrufen – lieber einmal zu viel.

Schnell-Check

  1. Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren.
  2. Zwei Impfungen im Abstand von mindestens fünf Monaten.
  3. Verpasst? Möglichst bald nachholen, spätestens vor dem 18. Geburtstag.

Wovor die Impfung schützt

Humane Papillomviren (HPV) können Krebs an Gebärmutterhals, Scheide und Vulva, an Penis und After sowie im Mund- und Rachenraum verursachen. In Deutschland erkranken nach Angaben des Bundesinstituts jedes Jahr etwa 10.000 Menschen an Krebs, der durch HPV ausgelöst wurde. Die Impfung schützt vor den wichtigsten Virustypen.

Warum schon so früh?

Die Impfung wirkt am besten, wenn sie vor dem ersten sexuellen Kontakt gegeben wird. Außerdem reichen bei jüngeren Kindern zwei Impfungen. Wer erst mit 15 Jahren oder später beginnt, braucht drei. Ist der Abstand zwischen den beiden Impfungen kürzer als fünf Monate, ist ebenfalls eine dritte nötig.

Gut zu wissen

Die Impfung hat nichts damit zu tun, ob dein Kind schon über Sexualität Bescheid weiß. Viele Eltern verbinden sie mit einem Gespräch über den eigenen Körper – Anregungen dazu in Aufklärung im Grundschulalter.

Wie verträglich ist die Impfung?

Das Bundesinstitut beschreibt die HPV-Impfung als sehr sicher und gut verträglich. Sehr häufig sind Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle und Kopfschmerzen. Auch Müdigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen, Fieber, Magen-Darm-Beschwerden und Schwindel können vorkommen – meist nur kurz. Dauerhafte schwere Nebenwirkungen wurden bis auf Einzelfälle nicht beobachtet.

Welche weiteren Impfungen im Grundschulalter anstehen, steht in Impfungen für Kindergarten- und Schulkinder.

Weiterlesen

Quellen

  1. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), infektionsschutz.de: HPV-Impfung bei Kindern. Letzte Änderung: 04.05.2026. Abgerufen am 19.10.2026. infektionsschutz.de
  2. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de: Arztbesuch zwingend. Stand: 07.02.2026. Abgerufen am 18.10.2026. kindergesundheit-info.de