Baby

Baby hat Schnupfen: was hilft?

Säuglinge atmen vor allem durch die Nase. Deshalb macht schon ein leichter Schnupfen ihnen mehr zu schaffen als uns – Trinken und Schlafen werden schwierig. Die wirksamsten Mittel sind erfreulich schlicht.

Von Danny · Geprüft am 20.08.2026 · Quellen: Bundesbehörde · Orientierung, kein medizinischer Rat

Schematische Darstellung: ein Profil mit freien Atemwegen
Illustration: Mamalotse

Wann du in die Praxis gehst

Bei Schnupfen gilt besonders für die Kleinsten:

  • Dein Baby ist jünger als drei Monate und hat 38 Grad Celsius oder mehr.
  • Es trinkt wegen der verstopften Nase kaum noch oder wirkt insgesamt sehr schlapp.
  • Es hat Atemprobleme, atmet schnell oder angestrengt, oder die Haut verfärbt sich.
  • Der Schnupfen bessert sich nach etwa einer Woche nicht oder es kommen Ohrenschmerzen oder Fieber dazu.

Und unabhängig davon: Wende dich an die kinderärztliche Praxis, wann immer du beunruhigt oder unsicher bist. Das ist keine Floskel, sondern steht so in der Empfehlung. Bei Kreislaufproblemen, Ohnmachtsgefühl oder sehr starken Schmerzen sofort 112. Sonst in deiner Praxis oder im Kreißsaal anrufen; außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117. Im Zweifel anrufen – lieber einmal zu viel.

Schnell-Check: was hilft

  1. Kochsalzlösung als Nasentropfen. Ein Gramm Speisesalz in 100 Milliliter Wasser auflösen – das lässt die Schleimhäute abschwellen.
  2. Vorsichtig reinigen, zum Beispiel mit einem gedrehten Papiertaschentuch. Dabei die Absonderungen nicht hochschieben.
  3. Viel anbieten zu trinken und häufiger, dafür kürzer stillen oder füttern.

Warum es Babys so trifft

In den ersten Lebensmonaten atmen Säuglinge hauptsächlich durch die Nase, und ihre Nasengänge sind sehr eng. Schon ein geringfügiges Anschwellen der Schleimhaut erschwert die Atmung deutlich – und damit auch das Trinken an Brust oder Flasche und das Schlafen.

Deshalb ist ein Schnupfen bei einem Neugeborenen etwas anderes als bei einem Kleinkind, obwohl der Auslöser derselbe ist. Vor allem kleinere Kinder, die noch nicht gelernt haben, durch den Mund zu atmen oder zu schnäuzen, leiden darunter.

Was die BZgA empfiehlt

Zu abschwellenden Nasentropfen mit Wirkstoff nennen wir hier bewusst nichts: Sie sind altersabhängig dosiert und dürfen nur kurz angewendet werden. Ob und welches Präparat für dein Kind infrage kommt, entscheidet die kinderärztliche Praxis.

Was im Alltag hilft

Zur sicheren Schlafumgebung gilt auch bei Schnupfen unverändert, was in Baby schläft nicht durch steht.

Wie oft das normal ist

Erkältungen gehören im ersten Lebensjahr dazu, besonders sobald ein Kind Kontakt zu anderen Kindern hat. Häufige leichte Infekte sind kein Zeichen für ein schwaches Immunsystem. Was zählt, ist nicht die Zahl der Infekte, sondern wie es deinem Kind dabei geht.

Wenn du unsicher bist

Die kinderärztliche Praxis ist zuständig, außerhalb der Sprechzeiten der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117. Bei Atemnot sofort 112.

Bei Fieber lies Baby hat Fieber. Wenn dein Baby zusätzlich viel schreit: Baby schreit viel.

Quellen

  1. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kindergesundheit-info.de: Atemwegsinfekte. Abgerufen am 20.08.2026. kindergesundheit-info.de
  2. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kindergesundheit-info.de: Fieber bei Babys und Kindern. Abgerufen am 20.08.2026. kindergesundheit-info.de
  3. Kassenärztliche Bundesvereinigung: Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 und Abgrenzung zum Rettungsdienst 112. Abgerufen am 20.08.2026. 116117.de