Baby

Nimmt mein Baby genug zu?

Dass ein Neugeborenes in den ersten Tagen leichter wird, verunsichert fast alle Eltern. Es ist der normale Verlauf – und es gibt eine klare Grenze, ab der genauer hingesehen wird.

Von Danny · Geprüft am 20.08.2026 · Quellen: Bundesbehörde · Orientierung, kein medizinischer Rat

Ein Paar zarte rosa Babyschuhe mit Schleife auf Holz
Foto: Nino Souza / Pexels

Wann du dich meldest

Melde dich bei deiner Hebamme oder in der kinderärztlichen Praxis, wenn:

  • dein Baby mehr als zehn Prozent des Geburtsgewichts verliert;
  • das Gewicht ab dem vierten Lebenstag nicht ansteigt;
  • es nach zwei Wochen sein Geburtsgewicht nicht wieder erreicht hat;
  • es deutlich weniger nasse Windeln hat oder auffällig schlapp wirkt.
  • Dein Baby ist jünger als drei Monate und hat 38 Grad Celsius oder mehr.

Bei Kreislaufproblemen, Ohnmachtsgefühl oder sehr starken Schmerzen sofort 112. Sonst in deiner Praxis oder im Kreißsaal anrufen; außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117. Im Zweifel anrufen – lieber einmal zu viel.

Schnell-Check: der übliche Verlauf

  1. Erste Tage: Gewichtsverlust bis zu zehn Prozent des Geburtsgewichts ist kein Grund zur Sorge.
  2. Ab dem vierten Lebenstag steigt das Gewicht wieder an.
  3. Mit zwei Wochen ist das Geburtsgewicht in der Regel wieder erreicht.

Warum das Gewicht erst sinkt

Neugeborene verlieren in den ersten Tagen nach der Geburt an Körpergewicht. Solange dein Kind maximal zehn Prozent des Geburtsgewichts verliert, ist das nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit kein Grund zur Sorge.

Die Gründe sind vor allem die Ausscheidung des ersten Stuhls und ein Wasserverlust. Gleichzeitig nimmt das Kind noch verhältnismäßig wenig Nahrung auf. Versorgt ist es trotzdem: Neugeborene können auf Energiereserven zurückgreifen, die in ihrer Leber gespeichert sind.

Zum ersten Stuhl siehe Kindspech: der erste Stuhl.

Wie es weitergeht

Etwa ab dem vierten Lebenstag steigt das Gewicht an. Bis zum Alter von zwei Wochen erreicht das Kind wieder sein Geburtsgewicht. Danach nimmt es in den ersten zwei Monaten ungefähr 170 bis 330 Gramm in der Woche zu.

Diese Spanne ist bewusst weit. Sie zeigt, dass es nicht die eine richtige Kurve gibt – und dass ein Vergleich mit dem Nachbarskind wenig aussagt.

Die Wachstumsschübe

Um den zehnten Lebenstag, in der sechsten Woche und am Ende des dritten Monats kommt es meist zu einem Wachstumsschub. Dann ist dein Kind unter Umständen hungriger als sonst.

Wenn du stillst: Die Milchproduktion passt sich durch häufigeres Anlegen innerhalb weniger Tage an den erhöhten Bedarf an. Genau in diesen Phasen entsteht bei vielen Müttern der Verdacht, die Milch reiche nicht – dazu Zu wenig Milch?

Was du nicht tun solltest

Wenn du unsicher bist

In den ersten Wochen wiegt deine Nachsorgehebamme regelmäßig, danach übernimmt das die kinderärztliche Praxis bei den U-Untersuchungen – siehe U-Untersuchungen im Überblick. Außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117.

Quellen

  1. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), familienplanung.de: Das Wochenbett von A bis Z – Gewichtsentwicklung nach der Geburt. Abgerufen am 20.08.2026. familienplanung.de
  2. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), familienplanung.de: Das Wochenbett von A bis Z – Kindspech (Mekonium). Abgerufen am 20.08.2026. familienplanung.de
  3. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kindergesundheit-info.de: Fieber bei Babys und Kindern. Abgerufen am 20.08.2026. kindergesundheit-info.de
  4. Kassenärztliche Bundesvereinigung: Der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 und Abgrenzung zum Rettungsdienst 112. Abgerufen am 20.08.2026. 116117.de